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Teilvorhaben Universität Kassel, Prof. Dr. Lamla

Digitales Leben – soziale Praktiken und Aneignungsprozesse

Während die Unterscheidung öffentlich/privat einen grundlegenden sozialen Ordnungsmechanismus darstellt, hat die die Soziologie es bislang versäumt, eine elaborierte Sozialtheorie der Privatheit vorzulegen. Eben diesen Mangel soll das Teilvorhaben beseitigen.

Formen der Privatheit vollziehen sich in und reproduzieren sich durch soziale Praktiken, welche von den Handelnden aktiv hergestellt und erneuert werden, dabei in vielfältiger Weise technisch vermittelt und oftmals sozial umkämpft sind, und sich folglich historisch wandeln. In diesen Praktiken manifestieren sich gegenwärtige kulturelle Vorstellungen, soziale Regeln und Regelmäßigkeiten, normative Ansprüche sowie folgenreiche Wechselwirkungen und Probleme der Privatheit.

Die Beiträge in der Säule „Digitales Leben – soziale Praktiken und Aneignungsprozesse“ zielen darauf ab, den theoretischen, methodischen und empirischen Kenntnisstand im Bereich der Soziologie sozialer Praktiken für das Themenfeld der Privatheit und des selbstbestimmten Lebens in der Digitalen Welt systematisch aufzuarbeiten und empirisch zu konkretisieren. Solchermaßen soll die die Entwicklung einer zeitgemäßen, praxis- und gegenstandsnahen Sozialtheorie der Privatheit vorangebracht werden.


Leitung: 

Prof. Dr. Jörn Lamla, Fachgebiet Soziologische Theorie, Universität Kassel


Mitarbeiter:

Dr. Carsten Ochs

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