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"Paradoxien des Verbraucherverhaltens" - Jahreskonferenz 2017 des Netzwerks Verbraucherforschung

26.10.2017

Das Netzwerk Verbraucherforschung wird am 26. Oktober 2017 seine zweite Jahreskonferenz, in diesem Jahr zum Thema „Paradoxien des Verbraucherverhaltens“, im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz veranstalten. Auch das Forum Privatheit wird auf der Jahreskonferenz vertreten sein.

Datum:
Berlin 26. Oktober 2017

Ort:
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz
Mohrenstraße 37
10117 Berlin
Gustav-Heinemann-Saal

Grußwort:

Paradoxien, Widersprüche und Ambivalenzen prägen den Verbraucheralltag. Oft diskutiert sind diejenigen zwischen Sicherheit und Freiheit oder die zwischen ethischen Normen und tatsächlichem Verhalten. Weitere Paradoxien sind die Diskrepanz zwischen digitalem Komfortgewinn für die Verbraucher/innen und Schutzbedürfnissen der Privatsphäre oder die Nutzung von Bewertungsportalen trotz des Wissens um ‚Fake‘-Bewertungen. Zu fragen ist beispielsweise auch: Warum verlassen sich Verbraucher/innen auf die ‚erste‘ Information, statt weitere Angebote zu vergleichen oder sich beraten zu lassen? Warum bekunden Verbraucher/innen ihre Bereitschaft, höhere Preise für nachhaltige Produkte zu zahlen, tun dies aber nicht im konkreten Kaufverhalten?

All dies ist für Wissenschaft, Wirtschaft und Politik eine große Herausforderung. Das Ziel der wissenschaftlichen Jahreskonferenz des Netzwerks Verbraucherforschung zum Thema „Paradoxien des Verbraucherverhaltens“ ist es daher, das konkrete Verhalten der Verbraucher/innen in ihren sozioökonomischen Kontexten zu analysieren, zu diskutieren und nach möglichen Konsequenzen für die Verbraucherwissenschaften und -politik zu fragen. Dies dient zur Identifizierung aktueller wie künftiger Forschungsbedarfe, macht potenzielle Konflikte sichtbar und legt Handlungsspielräume offen. Der gesteigerte Erkenntnisgewinn trägt somit nicht zuletzt zu einer weiteren Entwicklung einer modernen, wissenschaftlich informierten und evidenzbasierten Verbraucherpolitik bei.

Prof. Dr. Birgit Blättel-Mink
Goethe-Universität
Frankfurt a.M.

Prof. Dr. Peter Kenning
Heinrich-Heine-Universität
Düsseldorf

Programm:

10:30 Uhr Begrüßung





10:45 Uhr Hauptvortrag




12:00 Uhr Panel 1












  • Prof. Dr. Peter Kenning

Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf,
Sprecher des Koordinierungsgremiums des Netzwerks Verbraucherforschung

  • Gerd Billen

Staatssekretär im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

  • Prof. Dr. Dr. Udo Di Fabio

Richter des Bundesverfassungsgerichtes a.D., Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn „Vom autonomen Verbraucher zum vernetzten Nutzer: Wie verändert die digitale Gesellschaft den Verbraucherschutz?“

Privatheit

Moderation:
Prof. Dr. Tobias Brönneke, Hochschule Pforzheim, Mitglied des Koordinierungsgremiums des Netzwerks Verbraucherforschung

  • Prof. Dr. Nicole Krämer

Universität Duisburg-Essen „Psychologische Aspekte des privacy paradox beim Online-Shopping“

  • Prof. Dr. Jörn Lamla und Dr. Carsten Ochs

Universität Kassel „Gesellschaftlicher Widerspruch oder ‚privates‘ Paradox? Selbstbestimmungspraktiken in der Datenökonomie“

 

13:00 bis 14:00 Uhr - Mittagspause


14:00 Uhr Panel 2









15:00 Uhr Panel 3











Information

Moderation: Prof. Dr. Dorothea Kübler, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung

  • Prof. Dr. Katharina

Zweig Technische Universität Kaiserslautern „A/B-Testing als radikales Instrument zur Erzeugung irrationalen Verhaltens“

  • Prof. Dr. Reinhard Schütte

Universität Duisburg-Essen „Paradoxien der Nutzung von Informationssystemen“

Nachhaltiger Konsum

Moderation: Prof. Dr. Birgit Blättel-Mink, Goethe-Universität Frankfurt a.M., Mitglied des Koordinierungsgremiums des Netzwerks Verbraucherforschung

  • Prof. Dr. Ines Weller

Universität Bremen/artec Forschungszentrum Nachhaltigkeit „Wider ‚besseres‘ Wissen? Zum Spannungsver- hältnis von Mode und Ökologie aus Sicht von Verbraucher*innen“

  • Dr. Tilman Santarius

IÖW/Technische Universität Berlin „Auf dem Weg in die vernetzte (Verbraucher-) Zukunft – Widersprüche der Digitalisierung für den nachhaltigen Konsum“

 

16:00 bis 16:30 - Kaffeepause


16:30 Uhr Podiums- diskussion















17:30 Uhr Schluss- worte



Paradoxien des Verbraucherverhaltens – Verbraucherpolitische Implikationen

Moderation: Prof. Dr. Peter Kenning Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Sprecher des Koordinierungsgremiums des Netzwerks Verbraucherforschung

  • Dr. Wilhelm Eschweiler

Vizepräsident der Bundesnetzagentur

  • Prof. Dr. Erik Hölzl

Universität zu Köln

  • Prof. Dr. Dorothea Kübler

Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung

  • Prof. Dr. Konrad Ost

Vizepräsident des Bundeskartellamtes

  • Elisabeth Roegele

Exekutivdirektorin der Wertpapieraufsicht/ Asset-Management in der BaFin

  • Prof. Dr. Birgit Blättel-Mink

Goethe-Universität Frankfurt a.M., Mitglied des Koordinierungsgremiums des Netzwerks Verbraucherforschung

 

Im Netzwerk Verbraucherforschung kommen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen - wie beispielsweise aus den Wirtschafts-, Rechts- und Sozialwissenschaften - zusammen, um sich gemeinsam zu einer fächerübergreifenden Verbraucherforschung auszutauschen.

Im Fokus der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler steht der Konsument und die Forschungsthemen orientieren sich an den Interessen und Bedürfnissen von Verbraucherinnen und Verbrauchern.

Das Netzwerk dient daher als Plattform für den interdisziplinären, verbraucherwissenschaftlichen Austausch und als Kontaktstelle für interdisziplinäre (Verbraucher-)Themen.

Dazu bietet das Netzwerk seinen Mitgliedern:

  • Informationen zu wissenschaftlichen Aktivitäten der Mitglieder,
  • Hinweise auf Fördermöglichkeiten,
  • Unterstützung bei Forschungsvorhaben und wissenschaftlichen Veranstaltungen,
  • disziplinäre und interdisziplinäre Vernetzung sowie einen wissenschaftlichen Ideenaustausch unter den Netzwerkmitgliedern
  • verbraucherwissenschaftliche /verbraucherpolitische Informationsstruktur; dazu gehören Info-Mailings und ein vierteljährlicher Newsletter, mit dem die Mitglieder regelmäßig auf aktuelle Entwicklungen in der Verbraucherforschung aufmerksam gemacht werden.


Ziel ist es, die Verbraucherwissenschaften in Deutschland zu stärken, um diese als eigenständiges Forschungsfeld in seiner ganzen Bandbreite zu etablieren. Die Arbeit des Netzwerks dient dieser Ausrichtung und gibt Impulse in die Forschungslandschaft für eine breitere Grundlagenforschung sowie für spezifische Verbraucherthemen. Durch Gewinnung und Kommunikation verbraucherwissenschaftlicher Erkenntnisse kann ein wesentlicher und sichtbarer Beitrag für eine realitätsnahe Verbraucherpolitik geleistet werden.

Das Netzwerk Verbraucherforschung wird vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) unterstützt.

Das Netzwerk Verbraucherforschung besteht aktuell aus ca. 190 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen. Unsere Mitglieder finden Sie an folgenden Standorten.


Anmeldung:

Online unter: www.bmjv.de/netzwerk-konferenz2017 Die Teilnahme ist kostenlos, die Teilnehmerzahl ist begrenzt.


Organisation:

Lucian M. Wezel
Tel.: 030 398992-22
netzwerk-konferenz@ble.de


Kontakt:

Steffi Schinschke
Geschäftsstelle
Netzwerk Verbraucherforschung Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz
Mohrenstraße 37
10117 Berlin
Tel.: 030 18 580-9471
netzwerk-verbraucherforschung@bmjv.bund.de

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